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So schön leuchtet Höchst
Von Nadine Riepe

Höchst. Die Konkurrenz für das Altstadtfest während des 50. Höchster Schlossfests war am Samstag mit zwei WM-Spielen groß. Dennoch wurde es am Abend noch voll. Der Hitze zum Trotz war auch am Sonntag einiges los. Für einige Vereine am Schloss erwies sich der Sonntag dann sogar als der bessere Tag. Am Mainufer war am Samstagabend mehr los, wie der Vorsitzende der SG Hoechst, Bernd Scheu, bestätigte: „Wir hätten auch nach 1 Uhr noch weitermachen können.“ Soul-As Waymond Harding sorgte an der Kreisblatt-Bühne für beste Stimmung.

Die elektronische Zeitung. Mit allen Bildern und Anzeigen. Abonnenten haben Zugriff aufs Archiv. Leser einzelner Ausgaben zahlen fürs E-Paper nur 1 Euro. Und nutzen das 14-Tage-Archiv.Die Bilanz fiel also insgesamt positiv aus, auch wenn die Besucherzahl unter der des vergangenen Jahres gelegen haben dürfte. Zahlen möchte der Vereinsring nicht nennen, der in diesem Jahr unter neuer Führung von Thomas Meder mit einem teilweise veränderten Konzept angetreten war. Während die Bolongarostraße außen vor blieb, wurde das Mainufer neben der Altstadt rund ums Schloss zum neuen Festplatz. Für Meder hat sich diese Neuerung bewährt, die er, vorausgesetzt die Vereine ziehen mit, beibehalten will. Beteiligt waren 25 Vereine – weniger als im Vorjahr, als ihre Zahl noch bei über 30 lag.

Die am Mainufer angesiedelten Vereine fühlten sich durchweg wohl am neuen Platz. Die Freiwillige Feuerwehr Höchst beklagte jedoch, durch den Toilettenwagen von den anderen Ständen getrennt zu sein. „Im nächsten Jahr müssen wir eine andere Lösung finden“, sagte der stellvertretende Wehrführer André Lamprecht. Für die Stiftergemeinschaft Justinuskirche sei der Aufbau am Mainufer wesentlich leichter als im Alten Schloss, wo sie in den vergangenen Jahren stand, berichtete Mona Bendel. Die Idylle am Mainufer genoss auch die Fördergemeinschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Josef, die zum ersten Mal dabei war.

Aber auch „oben“ am Alten Schloss zogen die meisten Vereine eine positive Bilanz. Im Schlosshof marschierte die Hoechster Schlossgarde auf, die auch eine Ausstellung zu ihrem 50-jährigen Bestehen zeigte. Auf der Schlossterrasse hatten sich kleinere Vereine wie der Deutsche Schäferhundeverein und Creu Höchst angesiedelt, die sich ebenso zufrieden zeigten wie der Höchster Tennis- und Hockeyclub: „Es ist besser gelaufen als erwartet“, sagte Mitorganisator Martin Schaefer. Er erwartet auch mehr Umsatz als vor zwei Jahren, als der Verein auf der Bolongarostraße stand. Der Schlossplatz gehörte den Fans von Kevin Henderson, die sich beim Ruderclub Nassovia, den Jazzfreunden oder auch beim Radfahrverein Germania Tempo stärken konnten.

Die Kolpingkapelle „Kamp-Bornhofen“ lockte am Samstag viele Zuhörer zur Kolpingfamilie Höchst auf den Justinusplatz und auch zu den benachbarten Unterliederbacher Käwwern. Rund 70 Mitglieder seien im Einsatz, erzählte der Vorsitzende Anton Fütterer. Vom Schatten der Bäume profitierte der Verein auch am heißen Sonntag, so dass dieser Tag, wie Fütterer bekundete, insgesamt besser ausfiel. Viele Fußballfans fanden sich am Samstagabend bei der Casa Democratica de Espana ein. In schönen Kleidern und mit Blumen im Haar zeigten hier die Flamenco-Gruppen dort ihr Können.

Neu im Programm war auch das „Ballonglühen“ am Samstagabend: Drei Heißluftballons leuchten am Mainufer, untermalt von Musik, immer wieder auf – ein schönes Schauspiel.

Quelle:
Höchster Kreisblatt 03.07.2006

Altstadtfest 2006 - 01.07.+02.07.

10 + 11.06.2006 Schlossfest Eröffnung

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