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Einsatzberichte

Samstag, den 17.06.2006

Feuer - brennen Strohballen

Höchster Weg (Schwanheim)

Schwanheim

Bereits am Freitag, den 16.06.2006 brannten ca. 80 Strohballen in der Gemarkung - Höchster Weg im Ortsteil Schwanheim.

Durch die FF-Höchst wurden 1 Schnellangriff und 2 Hohlstrahlrohre eingesetzt. Unterstützt wurden wir durch das GTLF der BLW 3 und 2 sowie dem Landwirt des Schwanenhofs mit einem Radlader. Nach mehrfachem umschichten des Brandguts, konnte der Brand nach ca. 3 Stunden abgelöscht und die letzten Glutnester beseitigt werden.

Fahrzeuge:
LF 8-6 (35-42), MTF (35-19)
Einsatzstärke: 15

Montag, den 01.05.2006

Feuer Alarmstufe F3, Feuer an einer Lagerhalle

Kurmainzerstr. 6

Höchst

Um 15:00 Uhr kam es an einer Lagerhalle eines Getränkegroßhandels zu einem Feuer bei dem Getränkekisten und gelagertes Verbundmaterial brannten.
Als die Kräfte der Feuerwehr an der E-Stelle eintrafen, war bereits eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Ein übergreifen auf die Lagerhalle konnte bis auf leichte Brandbeaufschlagung im Bereich einer seitlichen Wand, durch den Einsatz von 3 Hohlstrahlrohren und Atemschutztrupps verhindert werden.
Da sich die Einsatzstelle in einem zurückgesetzt, weitläufigem Hofgelände befand, wurde die Löschwasserversorgung über ein nachgefordertes GTLF 10 der Bereichsleitungswache 3 sichergestellt.

Die FF-Höchst setzte bei diesem Einsatz insgesamt 2 Atemschutztrupps, 1 Hohlstrahlrohr sowie zur Kontrolle der Lagerhallenwand und eines Kamins eine Wärmebildkamera ein.


Kräfte:

Freiwillige Feuerwehr Höchst: LF 8-6 und MTF
Berufsfeuerwehr: Bereich 3 und 2
Polizei
Rettungsdienst

Fotos: Walter Diacont




Samstag, den 21.01.2006

Feuer Alarmstufe F4, Menschenleben in Gefahr

Bolongarostr. 68


Nied

Gegen 20.16 Uhr kam es in der 8.Etage des Wohnhauses in der Bolongarostraße 68 zu einem Wohnungsbrand.
Als die Kräfte der Feuerwehr an der E-Stelle eintrafen, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern der betroffenen Wohnung. Das Gebäude war stark verraucht. Ein übergreifen auf den Dachstuhl konnte durch den Einsatz von 2 C-Rohren und mehreren Atemschutztrupps verhindert werden.

Eingesetzt waren neben der Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Höchst und Nied.
Von der Freiwilligen Feuerwehr Höchst wurden insgesamt 8 Atemschutzgeräte eingesetzt.

Der Brand in der evangelischen Stadtkirche

Erhebliches Aufsehen erregte auch der Brand in der Stadtkirche. „Die Kirche brennt total“, so meldeten viele Anrufer der Feuerwehr im November 1997. Hier war es ein Brandstifter, der nicht unerheblichen Schaden anrichtete. Ein 50jähriger alkoholabhängiger Mann wurde am Tatort betrunken festgenommen. Obwohl die Feuerwehr bei einem rasch eingeleiteten Innenangriff den Brand rasch unter Kontrolle hatte, wurden doch große Teile der Inneneinrichtung, insbesondere die Orgel sowie historische Fenster, schwer beschädigt. Der Sachschaden belief sich rund zwei Millionen DM.

Der Brand im Victor-Golloncz-Haus am 12. März 1992

Am obigen Tag kam es im Personalwohnheim in der Windthorststraße zu einem Zimmerbrand, der an die Frankfurter und Höchster Feuerwehr Anforderungen in bisher nicht bekannter Art stellte. In dem Wohnhochhaus in rund 40 m Höhe kam es bei dem Brand zu einem Feuerübersprung, in der Fachsprache flash-over. Bei dem flash-over breitete sich der Brand schlagartig auf alle brennbaren Gegenstände des Raumes und des davor liegenden Flures aus. Die Wärmeentwicklung an der Einsatzstelle war so groß, dass es den Einsatzkräften zunächst nicht gelang, an den eigentlichen Brandherd vorzudringen. Einige Bewohner hatten sich auf einen Balkon gerettet – es war auch nicht möglich, über eine Drehleiter zu den Menschen zu gelangen. Obwohl die Einsatzkräfte Flammschutzkleidung trugen, kam es bei einigen Feuerwehrbeamten zum Teil zu so schweren Verbrennungen, dass diese bei einem Kollegen zur Frühpensionierung führte. Das Phänomen eines flash-overs war der Frankfurter Feuerwehr zwar bekannt, bisher aber noch nicht in diesem Ausmaß vorgekommen. In der ganzen Bundesrepublik wurde daraufhin die Flammschutzkleidung auf ihre Wirksamkeit überprüft und diese in der Folgezeit wesentlich verbessert.
Der Einsatz führte zur Einrichtung einer Höhenrettungsgruppe, die bis heute Bestand hat und nicht selten im großen Umkreis um Frankfurt, gar bis in das Bundesland Thüringen, eingesetzt wird.

Der Brand in der Höchster Altstadt am 13. Oktober 1988

Am Donnerstag, dem 13. Oktober 1988 um 01.14 Uhr gehen mehrere Notrufe in der zentralen Leitelle der Berufsfeuerwehr ein. „Höchster Schloßplatz 4, Feuer in einer Wohnung, Menschen in Gefahr“, so lauten die Meldungen. Beim Stichwort Menschen in Gefahr gilt sofort eine hohe Alarmstufe, weshalb auch noch in der gleichen Minute die Löschzüge der Feuerwache 5 (Dürkheimer Straße) und der Feuerwache 3 (Heinrichstraße), der Technische Einsatzleiter, ein Notarztwagen - stationiert am Höchster Krankenhaus - und zwei Rettungswagen entsandt werden. Gleichzeitig wird auch die Freiwillige Feuerwehr Höchst um 01.15 Uhr alarmiert. Weitere Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Unterliederbach, Nied und Griesheim werden in rascher Folge zum Einsatzort entsandt.
Dass die engen Gassen und die Freiflächen vor den Häusern in der engen mittelalterlichen Stadt mit modernen Feuerwehrfahrzeugen nicht oder nur sehr schwer befahren werden können, ist den Einsatzkräften bestens bekannt. Sie erreichen mit ihren Rohren eine ca. 20 m2 großen Innenhof. Flammen schlagen im ersten Obergeschoss aus den Fenstern. Sie sind bereits so groß, dass sie die Dachkanten der angrenzenden dreigeschossigen Häuser erreichen. In der Folge werden 13 Personen aus verschiedenen Wohnungen gerettet. Weitere Personen werden aus den Häusern Schloßplatz 8 gerettet.
Der genaue Ablauf des Einsatzgeschehens, der dank moderner Kommunikationsmethoden bis ins Detail festgehalten ist, mag hier nicht mehr von Interesse sein. Aufschlussreich ist aber die Rückmeldung des Einsatzleiters um 02.04 Uhr:
„Vierter Alarm, Feuer auf mehrere Wohnungen und Dachstühle übergegriffen, Menschen in Gefahr, zwei Leiterbühnen zur Menschenrettung und acht C-Rohre zur Brandbekämpfung eingesetzt (später sind es insgesamt 12 C- bzw. HD-Rohre (Hochdruckrohre) und 12 Atemschutzgeräte (PA)“.
Um 04.02 gibt der inzwischen einsatzführende Direktor der Branddirektion in Frankfurt am Main, Professor Ernst Achilles, eine zusammenfassende Rückmeldung, mit der dieser Bericht über das Einsatzgeschehen abgeschlossen wird:
„Die Einsatzstelle ist der Höchster Schloßplatz 2 und 4 und das Eckgebäude Bolongarostraße 163 und 165. Ausgedehnter Dachstuhlbrand, der teilweise auf die Nachbargebäude übergegriffen hat. Dreigeschossige Bauweise, teilweise Holzfachwerk, mit ausgebauten Dachgeschossen. Enge, unübersichtliche, stark verwinkelte Bebauung. Dachstuhl des Hauses Schloßplatz 4 auf einer Länge von ca. 15 bis 17 m total abgebrannt. Holzfachwerk-Giebelwand einsturzgefährdet. Durch Trennwände zwischen den Wohnhäusern Brandeinwirkungen auf die Nachbarhäuser. Feuer aus. Nachlöscharbeiten dauern noch längere Zeit an. Eingesetzt waren 12 C- Rohre, zwei Leiterbühnen zu Menschrettung und Brandbekämpfung. Während der Brandbekämpfung Nachbarwohnungen evakuiert, Personen wurden im Kommandobus und Betreuungsanhänger untergebracht.“

Der Brand des Hauses Bolongarostraße 173/Ecke Burggraben (Gasstätte Zum Adler) am 3. November 1973

In einer Dokumentation der Frankfurter Branddirektion über besondere Einsätze bis zurück in das Jahr 1349 ist der Brandeinsatz in der Bolongarostraße lapidar vermerkt: „Nur mit knapper Not sind die 48 Bewohner des Hauses Bolongarostraße 173 in Höchst nach Ausbruch eines Großfeuers einer ähnlichen Katastrophe entgangen, wie sie sich im September in der Niedenau abgespielt hat. Spärlich bekleidet retteten sich Ehepaare, Familien mit Kindern und Einzelpersonen - überwiegend Italiener, Marokkaner und Jugoslawen - ins Freie. 19 Personen, die schreiend an den Fensterkreuzen hingen oder auf dem Dach des Hauses verharrten, wurden über Drehleitern gerettet.“
Für den damaligen jungen Löschzugführer der Berufsfeuerwehr, Brandamtmann a.D. Karl Heinz Dach, war es der erste Großbrand als Führungskraft. „Mir ging ganz schee die Muff“, so berichtet er 2001 im schönen Frankfurter Dialekt, „als die alle an de Fenster hinge. Aber es kam keiner zu Schaden!“.
(Im September 1973 brannte es in der Straße Niedenau in Frankfurt. Viele Menschen sprangen aus den Fenstern, dabei wurden fünf Personen getötet und 23 schwer verletzt).Das Haus in Höchst musste total abgebrochen werden und wurde 1975/1976 aus Originalbauteilen wieder historisierend restauriert (Bronzetafel am Haus).

Große Brände in Höchst
von Dr. Ernst Eiffert
ab etwa 1970 von Helmut Herth und Heinz Küchler



Dreimal im Verlauf ihrer wechselvollen Geschichte ist die Stadt Höchst von Brandkatastrophen größten Ausmaßes heimgesucht worden. Daneben berichten die Chroniken von zahlreichen kleineren Bränden. Wenn heute von den alten, mit Giebeln, Erkern und Schnitzwerk reich verzierten Bürgerhäusern des Mittelalters so gut wie nichts mehr vorhanden ist, so muss dieser Verlust in erster Linie auf das Wüten des Feuers zurückgeführt werden. Die enge, zum großen Teil in Holz ausgeführte Bauweise der mittelalterlichen Häuser, das Hantieren mit Kerze, Kienspan und Öllampe und nicht zuletzt das Fehlen eines wirksamen Feuerlöschwesens ließ viel öfter als heute Brände entstehen und machte jedes Feuer sofort zu einer Gefahr für die ganze Stadt. Hinzu kamen die in Kriegszeiten üblichen „Brandschatzungen“ durch eine disziplinlose Soldateska oder systematische Zerstörung, von der besonders das Schloss als strategisch wichtiger Punkt mehrmals betroffen wurde.
Doch ist der Lebensmut und die Tüchtigkeit der Höchster Bürgerschaft mit allen Heimsuchungen dieser Art fertig geworden. Wir hören mit Staunen, welch große Aufbauleistungen nach den großen Bränden in verhältnismäßig kurzer Zeit vollbracht worden sind.Die erste gewaltige Feuersbrunst ereignete sich im Jahre 1396, verursacht durch den Neid und den bösen Willen der Nachbarn. Kurz vorher hatten Erzbischof Gerlach von Mainz und seine Nachfolger zur Sicherung des Höchster Mainzolls an der Stelle, wo noch heute das Schloss steht, eine stattliche Befestigungsanlage und einen palastähnlichen Wohnbau errichtet. Den Frankfurter Kaufleuten war der Zoll und erst recht die Burg, die ihn sicherte, ein Dorn im Auge. Bei der ersten günstigen Gelegenheit ließen sie von ihrem Feldhauptmann Johann von Cronberg Schloss und Stadt Höchst überfallen und niederbrennen. Der größte Teil der Wohnhäuser ging damals in Flammen auf. Von dem Schloss blieben nur die Grundmauern erhalten. Doch schon im folgenden Jahr begann Erzbischof Johann mit dem Wiederaufbau.
Am 10. Dezember 1586 wurden 56 Häuser, die Hälfte der gesamten Stadt, 25 Scheunen, das Rathaus, die Badstube und das westliche Stadttor ein Raub des Feuers. Da das Rathaus in der Nähe der Justinuskirche, die Badestube beim heutigen Schleiferbunker und das Westtor an der Bolongarostraße beim Brüningpark lagen, können wir uns eine ungefähre Vorstellung von dem Ausmaß der Katastrophe machen, an die noch heute die Straßenbezeichnung Brand und Nach dem Brand in der Altstadt erinnern. Wie dieses Feuer eigentlich ausgebrochen ist, dürfte wohl den Zeitgenossen selber nicht ganz klar gewesen sein: vielleicht durch Unachtsamkeit, durch Funkenflug, durch eine Verkettung verhängnisvoller Zufälle?
Mit großer Energie ging die Bürgerschaft an den Wiederaufbau. Bereits 1587 wurde ein neues Westtor, 1594-95 das noch heute stehende Rathaus am Kirchplatz, 1599 eine neue Badstube errichtet. Auch zu einer Vergrößerung des uralten Brandweihers, der Wed, entschloss man sich, um künftigem Unheil besser begegnen zu können. Schon früher, im Jahre 1539, hatte man ein Gebäude zur Aufbewahrung von Feuerlöschgeräten bestimmt. Sämtliche Bürger, besonders die Bauhandwerker, waren bei Feuersgefahr zu Löscharbeiten verpflichtet. Außerdem gab es „Feuerläufer“, die bei Bränden in Nachbarorten zu Hilfe eilen mussten. Doch blieben alle diese Maßnahmen, denen keine ausgebildete Technik zu Gebote stand, unzulänglich. Was wollte man mit Fasswagen und Eimerketten ausrichten, wenn ein ganzer Straßenzug in Flammen stand, wenn der Wind das Feuer von Giebel zu Giebel trug?
Immer wieder kam es deshalb in den folgenden Jahrzehnten zu Bränden, die mitunter beträchtlichen Schaden anrichteten. Besonders die Zeit des Dreißigjährigen Krieges war, wie für ganz Deutschland, so auch für Höchst eine Zeit bittersten Elends, in der sich die alten Feinde der Menschheit „Krieg, Hunger, Pestilenz und Feuersnot“ zu einem schauerlichen Totentanz zusammenfanden.
Die Menschen versuchten, aus diesen Katastrophen zu lernen. In Höchst ging man während des 17. und 18. Jahrhunderts daran, systematische Maßnahmen gegen Feuersgefahr zu ergreifen. 1746 erließen die Behörden eine Verordnung, die den Maurern und Zimmerleuten genaue Vorschriften für den Bau von Schornsteinen gab; 1749 schaffte man die erste Feuerspritze an. 1758 erließ der Amtmann Graf Stadion eine regelrechte „Feuerordnung“ in 17 Artikeln. Darin wurde die Bildung einer Feuerwehr von 32 jungen Bürgern bestimmt. Die übrigen Bürger, besonders die Handwerker, waren verpflichtet, bei Bränden ihre Gerüste zur Verfügung zu stellen und selbst beim Löschen mitzuhelfen. Doch trotz all der gut gemeinten, klugen Anordnungen brach am 24. September 1778, nachts um zwei Uhr, in der Hintergasse ein Großbrand aus, der, obwohl schnelle Hilfe zur Stelle war, in kürzester Zeit auch die Häuser in der Neugasse und am „Säudanz“ erfasste. 15 Wohnungen und sechs Scheunen wurden in dieser Schreckensnacht eingeäschert. Von Königstein, Frankfurt und Bad Vilbel eilten Feuerlöschzüge herbei. Sie konnten wenigstens eine weitere Ausdehnung des Feuers verhindern. Menschenleben kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden, „nur der arme Tagelöhner Borth war durch den Schrecken erkrankt“. Man berechnete den Gesamtschaden auf 26.712 Gulden, für die damalige Zeit eine sehr große Summe. Geldspenden der Nachbargemeinden, in erster Linie der Stadt Frankfurt, linderten die Not der Obdachlosen.
Das 19. Jahrhundert brachte für Höchst den Übergang von einem stillen altertümlichen Städtchen, dessen Bewohner von der Landwirtschaft, dem Handwerk und der Fischerei lebten, zu einer modernen Industriestadt mit gewaltigen Fabrikanlagen. Bezeichnenderweise sind fast alle großen Brände der letzten 150 Jahre in Industriebetrieben entstanden. Doch hatte die Technik dem Menschen inzwischen wirksame Mittel zur Bekämpfung des Feuers an die Hand gegeben. Stets gelang es jetzt, die Brände rechtzeitig einzudämmen und Katastrophen von dem Ausmaß der oben geschilderten Feuersbrünste zu verhindern. Seit ihrer Gründung im Jahre 1852 hat die Höchster Freiwillige Feuerwehr an der erfolgreichen Brandbekämpfung hervorragenden Anteil.
Berichtet wird aus dieser Zeit von einem Brand in der Hoffmannschen Hutfabrik - sie befand sich im alten Rathaus - im Jahre 1858 und von einem Großfeuer in der Bettfedernfabrik Wolf, durch das die Amtsgasse schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Vernichtung des Bolongaropalastes wurde dabei nur durch den schnellen, tatkräftigen Einsatz der Feuerwehr verhindert. Ein denkwürdiger Tag war dann der 7. Januar 1916. „In der Nacht vom 6. zum 7.,“ schreibt Josef Meder in dem Festbuch zum 75jährigen Jubiläum der Höchster Feuerwehr,

„brach in der Dillmannschen Maschinenfabrik an der hohen Südfront des ehemaligen Wasserwerks ein Brand aus, der sich bald zu einem Großfeuer entwickelte. Infolge der unzureichenden Wasserdruckverhältnisse konnte der Dachstuhl trotz der angestrengten Tätigkeit sämtlicher Höchster Spritzen nicht gerettet werden. Der Südwind trieb die Flammen nordwärts. Als das mittlere Drittel des Daches vom Feuer ergriffen wurde, blieb keine andere Wahl als von Frankfurt und Griesheim Elektron deren Motorspritzen zur Hilfeleistung zu erbitten. Diese trafen bald ein und nach längerer Wirksamkeit gelang es endlich, das entfesselte Element an der Brandmauer des nördlichen Teils zum Stehen zu bringen.“

Etwa ein Jahr später, Anfang Januar 1918, entstand in der Gießerei Zulauf & Cie. ein größeres Feuer. Da in der Brandnacht zehn Grad Kälte herrschten, waren die Löscharbeiten besonders schwierig. Das Jahr 1923 brachte ein Großfeuer im Höchster Gaswerk und einen gefährlichen Brand in der Möbelfabrik Rötger. Auch in den folgenden Jahren musste die Freiwillige Feuerwehr immer wieder bei der Bekämpfung von Schadenfeuern mitwirken. Von wirklichen Großbränden ist unsere Stadt jedoch in jüngster Zeit glücklicherweise verschont geblieben. Unsere Wehr hat jedoch bei Bränden außerhalb des Stadtteils Höchst bzw. in den Farbwerken, zur Unterstützung der dortigen Wehren, jederzeit mitgewirkt und ihre Hilfe zur Verfügung gestellt, so wie dies auch aus der Chronik hervorgeht.



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